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Im Hotel Astoria liegt die Geschichte unter einem neuen Glasdach

Redaktion · 9. Oktober 2026

Der Palm Court unter dem erneuerten Glasdach des Hotel Astoria, fotografiert im Dezember 2024.
Der Palm Court unter dem erneuerten Glasdach des Hotel Astoria, fotografiert im Dezember 2024. Bildnachweise

Das Hotel Astoria an der Rue Royale 103 in Brüssel öffnete am 9. Dezember 2024 wieder, nachdem es seit 2007 geschlossen war. Das Gebäude entstand 1908–1909 nach Plänen von Henri Van Dievoet. Heute heißt es Corinthia Grand Hotel Astoria Brussels.

Das Brüsseler Denkmalverzeichnis zählt das Astoria zu den bedeutenden Hotels der Belle Époque. Hinter der Fassade mit elf Achsen umgeben fünf Geschosse einen zentralen Lichthof. Der Schriftzug „hotel astoria“ über dem Eingang erinnert an das ursprüngliche Haus.

Der auffälligste Eingriff liegt über der Lobby. Das ursprüngliche Buntglasdach verschwand 1948 und war später vor allem durch Fotos bekannt. Bei der Restaurierung wurde es mit alten Glasmaltechniken nachgebildet; erhaltene Scheiben im ersten Stock dienten als Vorbild. Eine moderne Doppelschicht darüber sorgt für Isolierung und Dichtigkeit.

Die Fassade des Hotel Astoria an der Rue Royale in Brüssel, fotografiert 2020.
Die Fassade des Hotel Astoria an der Rue Royale in Brüssel, fotografiert 2020. Bildnachweise

Das Gebäude steht seit 2000 unter Denkmalschutz. Geschützt sind nicht nur Straßenfassade und Dach, sondern auch Teile des Inneren, darunter Lobby und Ehrentreppe. Die erneuerte Kuppel ist somit ein wiederhergestellter Bestandteil eines geschützten Ganzen.

Auch Nichtgäste können laut BRUZZ den Palm Court unter dem Glasdach ohne Reservierung besuchen. Das Hotel kündigt außerdem Konzerte im historischen Salon Elisabeth an, darunter einen Auftritt am 17. Oktober 2026. Für einen Besuch gelten die aktuellen Bedingungen des Hauses.

Durch die Wiedereröffnung ist ein lange geschlossenes Gebäude wieder Teil des Stadtlebens. Die Kuppel zeigt, dass Restaurierung mehr sein kann als das Bewahren des Vorhandenen: Eine verlorene Form wurde nach Fotos und erhaltenen Fragmenten neu geschaffen, mit moderner Technik darüber.

Quellen und Bildnachweise

Bildnachweise 1

Foto: Philomène Raxhon – MA2 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Bild

Bildnachweise 2

Foto: Brookford / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 · Bild

Redaktion · 9. Oktober 2026

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