Erntedankfest: Warum Deutschland heute die Ernte feiert
Redactie Euro Magazine · 4. Oktober 2026

Wer heute in Deutschland eine Kirche betritt, sieht mit großer Wahrscheinlichkeit einen Altar voller Obst, Gemüse und Brot. Es ist Erntedankfest. Mit dem Fest erinnern Christen an die enge Verbindung zwischen Mensch und Natur, schreibt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Gott für die Ernte zu danken, gehörte laut der EKD zu allen Zeiten zu den religiösen Grundbedürfnissen.
Warum der erste Sonntag im Oktober
Die Deutsche Bischofskonferenz wählte 1972 den ersten Sonntag im Oktober als passenden Zeitpunkt, erklärt das evangelische Fragenportal evangelisch.de. Die EKD beschloss 2006 im Grunde dasselbe, mit dieser Regel: Erntedank wird am ersten Sonntag nach Michaelis (29. September) gefeiert, es sei denn, Michaelis fällt selbst auf einen Sonntag. In der Praxis läuft das in Deutschland auf den ersten Sonntag im Oktober hinaus, in diesem Jahr also auf heute.

Eine Krone aus Ähren
Traditionell schmücken die Gemeinden ihre Altäre am Ende der Ernte mit Feldfrüchten, so die EKD. Vor allem die Erntedankkrone ist laut dem Erzbistum Köln aus vielen Kirchen nicht wegzudenken. Eine solche Krone wird aus geflochtenen Ähren gebunden und mit Feldfrüchten geschmückt. Die Gemeindemitglieder bringen Erntegaben zum Altar, darunter Obst und Gemüse.
Das Fest ist älter als das Christentum. Schon im Römischen Reich, im alten Griechenland und in Israel gab es Rituale, um für die Ernte zu danken, schreibt das Erzbistum. Die Christen übernahmen diesen Brauch. Die Bräuche unterscheiden sich je nach Region stark: Manche Gemeinden feiern das Fest laut dem Erzbistum auch mit Tänzen, Festessen und Umzügen.
Quellen und Bildnachweise
- https://www.ekd.de/christinnen-und-christen-feiern-erntedankfest-75312.htm
- https://fragen.evangelisch.de/frage/3624/wer-legt-fest-wann-erntedank-ist
- https://www.erzbistum-koeln.de/presse_und_medien/magazin/Erntedank-Geschichte-und-Bedeutung-des-Erntedankfests/
Bildnachweise 1
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Bildnachweise 2
Foto: Dr. Meierhofer / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0
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